Trainingshandbuch: Lernförderliche Gruppenentwicklung

Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung hält eine Publikation zum Thema Lerngruppen bereit, die vor allem durch zahlreiche Praxisanregungen in Form konkreter Spiele und Übungseinheiten überzeugt. Der Fokus liegt auf der Initiierung eines förderlichen Miteinanders, eines Lernklimas, von dem schließlich auch die Schüler in Phasen individualisierten Lernens profitieren. Theoretisches zur Dynamik von Gruppen- und Gruppenbildungsprozessen wird in kompakter Form ebenfalls abgehandelt.

Direkter Link zum Trainingshandbuch: Lernförderliche Gruppenentwicklung [.pdf]

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Blitzlicht #7

Kindergartenkind zu seiner Erzieherin:

Junge (5): Ich bin Obelix und du bist Darth Vader. Wer gewinnt?
Erzieherin: … Obelix?
Junge (5): Darth Vader!

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Drillen oder chillen?

In der Reihe Abenteuer Forschung sendet das ZDF heute Abend um 23 Uhr die Folge Drillen oder chillen? Der Weg zum Superkind. Astrophysiker und Fernseh-Professor Harald Lesch zeigt, welche Antworten die Wissenschaft in Fragen der Erziehung und Lernbegleitung gibt. Klassische Tests wie das Schokoriegel-Orakel oder modernste Forschungsergebnisse in Sachen Epigenetik kann man getrennt von der Sendung in Augenschein nehmen.

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Räumliches Denken

Eindrucksvoller Kurzfilm von Dan Trachtenberg. Hauptdarstellerin Danielle Rayne spielt eine Zelleninsassin, die zwar über keinerlei Erinnerung verfügt, wie sie in Gefangenschaft geraten ist, aber dank ihres wachen Geistes in Bälde einen Plan entwickelt und durchführt, der sie aus der Haft bringen soll.

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Doping fürs Gehirn

Der Link zu der arte Sendung “Doping fürs Gehirn” wird nicht von Dauer sein. Nur wenige Tage wird die Dokumentation über Neuro-Enhancer wie Ritalin, Hirntraining durch Meditation oder auch Gedächtnisstrategien wie die Lokus-Methode abrufbar sein. Klar ist, der menschliche Geist (als Teil des Körpers) ist grundsätzlich in der Lage, die Wirkungsweise chemischen Dopings in Eigenleistung zu bewirken, außerdem sei zum Beispiel Kaffee zur Steigerung des geistigen Potenzials genauso förderlich wie Ritalin oder Amphetamin. Unterm Strich lässt sich Lernen im Sinne von Zeit, die man darauf verwendet, sich etwas beizubringen, nicht adäquat ersetzen. Wenn man sich aber so etwas wie Jonglieren beibringt, dann hat dies positive Nebeneffekte, die beim Gebrauch des Hirns in anderen Zusammenhängen unbewusst zum Einsatz kommen.

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Schulferien

Eigentlich gibt es genug aktuelle Themen, mit denen sich Lernen HH befassen könnte. Von der Umsetzung des Bildungspakets (und den kaum artikulierten Interessen einiger, die sich dafür einsetzen) über den Abschied von der Hauptschule innerhalb der CDU und nicht zuletzt mit der Abschaffung der Schreibschrift für Hamburger Grundschüler.

Letzteres ist ein ziemlicher Klopper. Ich hatte aber überhaupt noch keine Zeit und/oder Energie, mich damit auseinander zu setzen. Bislang ist es wohl eine Option, die jede Grundschule einzeln für sich ziehen kann. Wo das hinführt? Keine Ahnung. Ich habe mich aber auch – wie gesagt – noch nicht weiter damit beschäftigt. Mein Gefühl sagt mir, ganz schön arm, wenn man keine Schreibschrift mehr lernt.

Die Verabschiedung von der Hauptschule, nun auch in den (geschlossenen?) Reihen der Christlich-Konservativen. Tja, finde ich nicht so aufregend. In meinen Augen kann gute Schule an Hauptschule stattfinden und schlechte Schule an allen anderen. Natürlich kann auch dort gute Schule gemacht werden, aber System oder Struktur allein ist für mich im Grunde eher nachrangig. Genau dort wird sich aber am liebsten aufgehalten – egal, von welcher schulpolitischen Couleur man ist.

Bleibt noch das Bildungspaket. Da scheinen mir zur Zeit die Siehste-Sager (in den Medien) mobil zu machen. Siehste, wenn man der Klientel kein Geld für Alk und Knaster gibt, dann lassen sie es links liegen, das gute Geld, das doch so ach viel für die Kinder tun könnte.

Tut mir leid, ich mach Pause. Bleib’ im Lande. Mehr so innere Ferien. Dann werde ich mir gerne auch noch einmal das Bildungspaket und die anderen fürs Lernen bedeutenden Themen anschauen.

Ferienblues

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Pilotjahrgang gelandet

Im Jahre 2005 ist er gestartet, der vielgepriesene Pilotjahrgang der Neuen Max-Brauer-Schule in Hamburg Bahrenfeld. Als eines der Treibhäuser der Zukunft wurde die Schule in Reinhard Kahls gleichnamigem Film bezeichnet, noch bevor man mit dieser umfassenden, und ja, durchaus radikalen Umgestaltung richtig abgehoben hatte. Im Zentrum stand das Individualisierte Lernen, welches durch diverse Maßnahmen grundsätzlich ermöglicht und ergänzend flankiert werden sollte. Keine Noten, keine Fächer, kein Gleichschritt, kein Gong, irgendwie auch kein Unterricht, stattdessen Blaues Buch, Kompetenzraster und Lernbüro, Werkstatt, PU und SELG, Vielfalt und Fehlerfreundlichkeit. Ganztagsschule ist man obendrein noch geworden in besagtem Jahr 2005 und bei den Langzeitprojekten der 8. Klasse gab es auch keine Erfahrungswerte, auf die man zurückgreifen konnte. Zum Erläutern fehlt mir an dieser Stelle Raum und Lust, aber auf der Homepage der MBS findet man eine Broschüre und Beispiele, die das neue Mittelstufen-Konzept erläutern.

MBS Pilotenparty

Gestern nun war Abschlussfeier dieses Pilotjahrgangs. Rektorin Barbara Riekmann zeigte sich ausgesprochen zufrieden, was die erreichten Abschlüsse anging. Von den 130 Schülern (in sechs Klassen) hätten nur zwei gar keinen solchen in der Tasche. Für weit mehr als die Hälfte sei es dagegen vielleicht noch gar kein Abschied, sie würden die Oberstufe besuchen.

Das klingt nach einer sauberen Bilanz und doch wurden alle Beteiligten, Schüler, Eltern und Lehrer, gelobt für ihre Risikobereitschaft. Sie wurden als Erstbesteiger und Polarforscher tituliert, was sicher daran liegt, dass in den nachfolgenden Jahrgängen manche Fehler gar nicht erst gemacht werden mussten. Man sollte auch nicht verhehlen, dass einige Eltern mittendrin die Reißleine gezogen und ihre Kinder an anderen Schulen untergebracht haben. Von denen, die blieben, waren wiederum einige ebenso besorgt, ob ihre Kinder im Sinne der klassischen Schulbildung genügend mitnehmen würden. Sie blieben es noch eine ganze Weile. Besorgt. Am Ende schienen sich die Prognosen zu bewahrheiten, dass sich die Wissens- und Kenntnissammlung in diesem Lernverfahren verschleppt, um dann umso eindrucksvoller nachzulegen. Trotzdem wirkten Lehrer und Schulleitung erleichtert. So ist das eben mit dem Pilotjahrgang, könnte man sagen. Sagt sich allerdings leichter, wenn man nicht mit dem eigenen Kind experimentiert.

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Stipendium fürs Denken

Der vielseitige Visionär R. Buckminster Fuller wurde auf diesen Seiten bereits als großer Gegner der Spezialisierung und als ebenso großer Freund der Herstellung und Nutzung von Synergien vorgestellt. In seiner Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde rechnete er darüber hinaus vor, dass physischer Reichtum (Energie) nicht abnehmen und metaphysischer Reichtum (Wissen, Erkenntnis) sogar ausschließlich wachsen kann. Davor hatte er Vermutungen darüber angestellt, was wir wohl alle unter Reichtum verstehen würden und kam zu folgendem Schluss:

Reichtum ist unsere organisierte Fähigkeit, die Umwelt effektiv zu meistern, und zwar durch Erhaltung unserer gesunden Regeneration sowie der Verminderung von physischen wie metaphysischen Restriktionen für die künftigen Tage unseres Lebens.

Als Befürworter der vollen Automation hat er es dennoch geschafft, bei Öko-Aktivisten und Reformpädagogen in hohem Ansehen zu stehen. Bei Gewerkschaftern vermutlich weniger, die, wie Fuller sagt, die Arbeit als Lebensrecht des Menschen betrachten. Er dagegen findet, man müsse jedem, der arbeitslos ist oder wird, ein lebenslanges Stipendium für Forschung und Entwicklung oder auch nur für einfaches Denken geben. Heute würde man dies ein bedingungsloses Grundeinkommen nennen. Der Mensch müsse es wagen können, so Fuller, die Wahrheit zu denken und entsprechend zu handeln, ohne fürchten zu müssen, seine Lebenskonzession zu verlieren. Er spekulierte, dass auf 100.000 Stipendiaten mindestens einer zu einem bedeutenden Durchbruch kommt, der die anderen 99.999 Stipendien mit aufwiegt.

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Wider die Spezialisierung

Ich bin Generalist. Vielleicht nicht in vollem Umfang, nicht in ganzer Breite und auch nicht in allen Bereichen, in denen ich noch gern zu Hause wäre, aber von meiner Grundhaltung her und meine Vita weist dies auch aus.

Ich habe mir diese Einstellung und die daraus resultierende Praxis (im Endeffekt mein Leben) nicht bewusst ausgesucht, es hat sich so entwickelt. Ich möchte überall mitreden können und tue es dann meist auch. Ich interessiere mich für vieles, beinahe alles. Ich halte dies für einen vielleicht entscheidenden Baustein im Umgang und mehr noch in der Arbeit mit Menschen. Soll heißen, Menschen sind vielfältig und bunt, mit diesen Vorlieben, jenen Neigungen, mit Paketen an nicht vorhersehbarer Prägung und Erfahrung und je mehr ich mich interessiere, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich für andere Menschen und deren je eigene Weltsicht interessiere. Darüber hinaus werde auch ich interessanter für die Menschen, weil mein Repertoire ein Teller bunte Knete ist. So die Theorie und für mich scheint es auch in der Umsetzung zu funktionieren.

Wenn man einem R. Buckminster Fuller (1895-1983) glaubt, dann ist die Spezialisierung ohnehin ein perfides Instrument der Oberpiraten dieser Welt, uns alle hübsch dienstbar und unfrei und sie (die Piraten) weiter auf der Kommandobrücke unseres Raumschiffs Erde zu halten. Er selbst war ein leuchtend Beispiel für einen Generalisten als Architekt, Konstrukteur, Designer, Philosoph, Schriftsteller und Pädagoge.  Ein Visionär im Stile Jules Vernes, der stromlinienförmige Autos entworfen hat, als diese noch aussahen wie im Chicago Al Capones und kugelrunde Häuser in Leichtbauweise, deren Tragfähigkeit und Energieeffizienz bis heute ihresgleichen suchen. Nebenbei hat er sich unter anderem in seiner Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde kluge Gedanken darüber gemacht, wie die Menschheit Synergien nutzen und gut miteinander auskommen könnte. Die fossilen Brennstoffe unseres Planeten – und dazu zählte er auch das spaltbare Material in AKWs – betrachtete er als Starthilfe, die man logischerweise zügig zurückfährt, sobald man über die Mittel verfügt, das System mit erneuerbaren Energien zu füttern. Klar, dass aus der Sicht Bucky Fullers dieser Zeitpunkt schon zu seinen Lebzeiten erreicht war.

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Menschenbild und die Rechte des Kindes

Eine Klasse berufsbegleitender Fachschüler lauscht im Rahmen der sozialpädagogischen Ausbildung einem liebevoll ausgestalteten Vortrag dreier Kommilitoninnen über Janusz Korczak, sein Bild vom Menschen und die Rechte des Kindes. Unter den zuhörenden Teilnehmern befindet sich die Lehrkraft und ein Vater mit Kleinkind. Im Regelfall findet der Unterricht ohne Kinder statt, es handelt es sich um eine Ausnahme.

Die Rahmengestaltung des Vortrags setzt höchste Maßstäbe, die Referenten sind in ihrem Auftreten rundum souverän und vermitteln Leidenschaft versprühend klug portionierte Inhalte. Angesichts dieses Engagements und des in Aussicht gestellten Ablaufs werden die Vortragenden voraussichtlich die gesamten 90 Minuten in Anspruch nehmen. Davor wird dem interessierten Publikum nicht bang.

Das anwesende Kleinkind entfernt sich häufiger und an Zuversicht gewinnend vom Schoß des Vaters. Es brabbelt freundlich vor sich hin und vergewissert sich über Fragerufe der eigenen Existenz und der Anwesenheit des Vaters. Die zweite Referentin kann dennoch über weite Strecken ihren Teil des Vortrags halten, ohne übermäßig ihre Stimmbänder zu strapazieren.

Als die dritte Referentin ihren Teil des Vortrags in Angriff nimmt, fährt das Kleinkind auf dem Laufrad über die Holzdielen. Es kurvt um die Beine der Teilnehmer und tätigt laute Ausrufe, die höchste Zufriedenheit implizieren. Die Stimme der Rednerin ist inzwischen deutlich lauter, ihre Vortragsweise wirkt angestrengt. Zu den begeisterten Ausrufen des Kindes gesellt sich das knallende Aufprallen der Räder auf dem hölzernen Boden der mit Bedacht gewählten Räumlichkeit. Die Dielen des altertümlich anmutenden Dachbodens verleihen der Geräuschentwicklung des Kindes zusätzliche Dominanz.

  • Extrahieren und beschreiben Sie bitte die (möglicherweise konkurrierenden) Interessen und Bedürfnisse aller Anwesenden
  • Wählen Sie verschiedene Perspektiven innerhalb dieser Konstellation und greifen
    Sie in deren Sinne in das Geschehen ein. Erläutern Sie Motive und Gründe für die
    von Ihnen formulierten Konsequenzen

Bedenken Sie bei der Beantwortung des zweiten Arbeitsauftrags, dass die Schule über einen Pausenhof verfügt, der in Form und Aussehen einem malerischen Park gleicht und einen Spielplatz aufweist. Das Wetter ist angenehm trocken und warm.

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